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Social Media, Content & Gestaltung

Mediengestaltung & Grafik

Mediengestalter Digital und Print setzen Inhalte in Form: Layout, Bild, Typografie, Druckdaten und Webgrafik. Es ist der einzige gestaltende Beruf des Feldes mit geregelter Ausbildung.

17 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Mediengestaltung & Grafik verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.750 € 3.100 € 33.000 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.450 € 3.950 € 41.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.700 € 4.300 € 5.100 € 51.600 €

Gerundete Orientierungswerte. Gehaltsangaben enthalten die Anzeigen dieses Portals nicht, weil die Datenquelle keine solche Spalte führt. Gestaltende Stellen liegen im Vergleich der Marketingberufe eher am unteren Rand, besonders in kleinen Agenturen und in Druckbetrieben; Industrieunternehmen und tarifgebundene Häuser zahlen deutlich besser. Dazu wirken Region, Berufserfahrung und die Breite des Könnens – Bewegtbild, Webumsetzung und Textsicherheit heben den Wert dieser Stellen spürbar an und werden zunehmend erwartet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Mediengestalter?

Er bringt Inhalte in eine Form, die gedruckt oder angezeigt werden kann. Die Arbeit beginnt beim Auftrag: Was soll entstehen, für welchen Kanal, in welchem Format, bis wann. Dann folgt der Entwurf, meist in mehreren Varianten, danach die Reinzeichnung – Satz, Typografie, Bildbearbeitung, Farbprofile, Beschnitt, Druckdaten oder exportierte Dateien für das Web.

Dazu gehört die Arbeit am Bestand: Vorlagen pflegen, Formate anpassen, Gestaltungsvorgaben umsetzen und einhalten, Anzeigen in Dutzenden Größen ausliefern. Ein wachsender Teil betrifft bewegte Formate, also kurze Videos und einfache Animationen für soziale Medien. Was Sie nicht bestimmen, ist die Idee: Die kommt meist aus dem Marketing oder von der Kundenseite, und Ihre Aufgabe ist es, sie zu tragen, ohne sie zu verraten.

Wie wird man Mediengestalter?

Über die einzige geregelte Gestaltungsausbildung dieses Feldes. Der Mediengestalter Digital und Print wird in drei Jahren dual ausgebildet, im Betrieb und in der Berufsschule, und schließt mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer ab. Der Beruf ist in Fachrichtungen gegliedert, die sich darin unterscheiden, ob der Schwerpunkt auf Beratung und Planung, auf Konzeption und Gestaltung oder auf der technischen Umsetzung liegt.

Der zweite Weg ist ein Studium: Kommunikationsdesign, Grafikdesign oder Mediendesign an einer Fachhochschule oder Kunsthochschule, meist mit Aufnahmeprüfung und Mappe. Der dritte ist auch hier der Quereinstieg über eine Mappe allein – möglich, weil die Bezeichnung nicht geschützt ist, aber schwerer als in den textlichen Rollen, weil handwerkliche Lücken in einer Datei sofort sichtbar werden.

Was der Beruf verlangt

Genauigkeit im Detail und Gelassenheit bei Korrekturen. Eine Gestaltung geht durch viele Hände, und viele davon haben eine Meinung, die selten begründet und fast immer verbindlich ist.

Unangenehm ist der Termindruck kurz vor Abgabe- und Drucktagen, der sich schlecht verteilen lässt, und die Dauerbelastung durch Bildschirmarbeit. Dazu kommt die wirtschaftliche Lage: Gestaltungsstellen werden in Unternehmen seltener ausgeschrieben als Marketing- oder Kommunikationsstellen, und ein Teil der Arbeit wandert zu Agenturen, Freiberuflern und Baukastensystemen ab.

Aussichten

Wer neben Layout auch Bewegtbild, Webumsetzung oder Barrierefreiheit beherrscht, hat die deutlich bessere Lage. Entwicklungswege führen in die Art Direction, in die Markenarbeit, in die Weiterbildung zum Medienfachwirt oder in die Selbständigkeit.

Für die Stellensuche folgt daraus zweierlei. Erstens sind reine Gestaltungsstellen in diesem Bestand selten; häufiger sind Stellen, die Gestaltung mit Social Media, Content oder Marketing verbinden. Zweitens ist die Ausbildung dadurch nicht weniger wert, im Gegenteil: Sie ist in einem Feld voller Quereinsteiger einer der wenigen Nachweise, die eine Prüfung hinter sich haben. Wer sie mit einer zweiten Fertigkeit verbindet – Bewegtbild, Webumsetzung, Texten –, steht besser da als jemand, der eine weitere Gestaltungssoftware gelernt hat, aber nur Layouts liefern kann.

Aufgaben

  • Entwürfe und Layouts für Print und Digital erstellen
  • Reinzeichnung anfertigen und Druckdaten aufbereiten
  • Bilder freistellen, retuschieren und farblich anpassen
  • Anzeigen und Banner in viele Formate ausleiten
  • Gestaltungsvorgaben umsetzen und Vorlagen pflegen
  • Kurze Videos und einfache Animationen erstellen
  • Mit Druckereien und Dienstleistern abstimmen
  • Korrekturen einarbeiten und Freigaben einholen

Voraussetzungen

  • Ausbildung als Mediengestalter, Designstudium oder Mappe
  • Sicherer Umgang mit gängiger Gestaltungssoftware
  • Kenntnis von Farbräumen, Formaten und Druckvorstufe
  • Typografisches Grundwissen und Blick für Details
  • Grundkenntnisse in Bild- und Videobearbeitung
  • Belastbarkeit bei Bildschirmarbeit und Terminen

Wo man arbeitet

  • Werbe-, Digital- und Designagenturen
  • Marketingabteilungen von Industrie und Handel
  • Druckereien, Verlage und Medienhäuser
  • Onlinehandel und Versandunternehmen
  • Hochschulen, Verbände und öffentliche Einrichtungen

Der Weg in den Beruf

Der geregelte Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Mediengestalter oder zur Mediengestalterin Digital und Print, im Betrieb und in der Berufsschule, mit Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer; der Beruf gliedert sich in Fachrichtungen mit unterschiedlichem Schwerpunkt. Daneben steht ein Bachelorstudium in Kommunikations-, Grafik- oder Mediendesign, das meist eine Mappe und ein Auswahlverfahren voraussetzt. Der Quereinstieg über eine überzeugende Mappe ist möglich, aber schwerer als in den textlichen Rollen.

Offene Stellen als Mediengestaltung & Grafik

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