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Social Media, Content & Gestaltung

Content & Text

Content und Text heißt: schreiben, redigieren und planen, was ein Unternehmen veröffentlicht – meist ohne Namenszeile und immer mit einem Zweck dahinter.

29 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Content & Text verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.700 € 3.100 € 3.500 € 37.200 €
Mit Berufserfahrung 3.400 € 3.900 € 4.500 € 46.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.200 € 4.800 € 5.700 € 57.600 €

Gerundete Orientierungswerte. Gehaltsangaben stehen in den Anzeigen dieses Portals nicht, weil die Datenquelle keine solche Spalte führt. Die Spanne ist hier besonders breit: Agenturen und kleine Redaktionen liegen am unteren Rand, Software- und Industrieunternehmen deutlich darüber. Dazu wirken Branche, Region, Berufserfahrung und die Frage, ob Sie nur schreiben oder auch planen und steuern. Befristete Projektstellen und Stellen mit reinem Zuarbeitszuschnitt werden häufig schlechter vergütet als unbefristete mit Planungsverantwortung.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Content Managerin?

Sie füllt die Kanäle eines Hauses mit Inhalten und sorgt dafür, dass diese Inhalte einen Zweck haben. Der Alltag beginnt beim Plan: Welche Themen stehen an, für wen sind sie gedacht, auf welchem Kanal erscheinen sie, wer liefert zu. Dann folgt die Produktion – Artikel, Produkttexte, Newsletter, Fallbeispiele, Videoskripte, Hilfeseiten – und danach die Pflege: aktualisieren, kürzen, zusammenlegen, veraltete Seiten abschalten.

Ein großer Teil der Arbeit ist Redigieren, nicht Schreiben. Fachabteilungen liefern Texte, die richtig, aber unlesbar sind; daraus etwas zu machen, das jemand freiwillig zu Ende liest, ohne den Inhalt zu verfälschen, ist die eigentliche Fertigkeit. Dazu kommt das Pflegen im Redaktionssystem, das Setzen von Bildern und Verweisen und die Abstimmung mit der Suchmaschinenoptimierung.

Wie wird man Content Manager?

Ohne geschützte Berufsbezeichnung, ohne staatliche Prüfung. Verlangt wird fast überall dasselbe: Textproben. Eine Bewerbung ohne Arbeitsproben wird in diesem Feld selten weiterverfolgt, eine ohne Abschluss dagegen häufig.

Die Wege dorthin sind gemischt. Studiengänge der Germanistik, der Kommunikations- und Medienwissenschaft, der Journalistik oder eines Fachgebiets, über das später geschrieben wird. Die dreijährige Ausbildung zum Kaufmann für Marketingkommunikation deckt den werblichen Teil ab. Verbreitet ist der Quereinstieg aus Redaktionen, aus dem Lektorat, aus der Wissenschaft oder aus einer Fachrolle – wer den Gegenstand kennt, hat es leichter als jemand, der nur formulieren kann.

Zwischen Agentur und Unternehmensseite liegt auch hier ein spürbarer Unterschied: In der Agentur schreiben Sie für viele Auftraggeber in deren Tonfall und nach Stundensatz; im Unternehmen bauen Sie über Jahre einen eigenen Bestand auf.

Was der Beruf verlangt

Sprachliche Genauigkeit, Recherchedisziplin und die Fähigkeit, Kritik am Text nicht als Kritik an der Person zu lesen. Texte gehen durch Freigaben, und sie kommen verändert zurück.

Unangenehm ist die Unsichtbarkeit. Die Arbeit erscheint ohne Namen, wird selten gelobt und fällt erst auf, wenn sie fehlt. Dazu kommt der Mengendruck: Redaktionspläne sind eng getaktet, und Qualität lässt sich schlechter messen als Stückzahl. Der Anteil befristeter Projektstellen ist in diesem Bereich hoch, und ein auffällig großer Teil der ausgeschriebenen Einstiege sind Werkstudenten- und Praktikumsstellen.

Aussichten

Nachgefragt wird die Rolle überall dort, wo ein Haus dauerhaft veröffentlicht – im Handel, in der Software, im Bildungsbereich, bei Verbänden und Behörden. Entwicklungswege führen in die Content-Strategie, in die Redaktionsleitung, in die Unternehmenskommunikation oder in die Selbständigkeit. Wer zusätzlich Suchmaschinen und Auswertung versteht, hat die deutlich breitere Auswahl.

Zwei Punkte sollten Sie vor der Zusage klären. Erstens, wer über Themen entscheidet: Wo der Plan aus dem Vertrieb kommt, bleibt vom eigenen Urteil wenig übrig. Zweitens, wie viele Texte in der Woche erwartet werden. Eine Zahl, die niemand nennen will, ist meist eine hohe.

Aufgaben

  • Redaktionsplan aufstellen und mit Fachbereichen abstimmen
  • Artikel, Produkttexte und Newsletter schreiben
  • Zulieferungen redigieren und lesbar machen
  • Inhalte im Redaktionssystem pflegen und veröffentlichen
  • Bilder, Verweise und Metadaten setzen
  • Bestehende Seiten aktualisieren oder abschalten
  • Mit Suchmaschinenoptimierung und Gestaltung abstimmen
  • Nutzung der Inhalte auswerten und Schlüsse ziehen

Voraussetzungen

  • Textproben, die Sie selbst verantwortet haben
  • Sehr sicheres schriftliches Deutsch, oft auch Englisch
  • Fähigkeit zu recherchieren und Quellen zu prüfen
  • Umgang mit einem Redaktionssystem
  • Grundverständnis für Suchmaschinen und Kennzahlen
  • Bereitschaft, eigene Texte ändern zu lassen

Wo man arbeitet

  • Marketing- und Kommunikationsabteilungen
  • Content-, Digital- und Werbeagenturen
  • Onlinehandel und Konsumgüterhersteller
  • Verlage, Medienhäuser und Fachportale
  • Hochschulen, Verbände und öffentliche Einrichtungen

Der Weg in den Beruf

Ein eigener Ausbildungsberuf besteht nicht. Geregelte Wege sind die dreijährige duale Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Marketingkommunikation mit Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer sowie ein Bachelorstudium der Germanistik, der Kommunikations- und Medienwissenschaft oder der Journalistik. Ebenso verbreitet und ebenso anerkannt ist der Quereinstieg aus Redaktion, Lektorat, Wissenschaft oder Fachabteilung. Entscheidend für die Einstellung sind in allen drei Fällen die vorgelegten Textproben, nicht der Abschluss auf dem Papier.

Offene Stellen als Content & Text

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