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Marketing & Marke

Marketing Management

Marketing Manager planen Kampagnen, Budgets und Kanäle. Die wichtigste Weichenstellung ist nicht der Abschluss, sondern die Frage: Agentur oder Unternehmensseite.

87 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Marketing Management verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.300 € 3.800 € 39.600 €
Mit Berufserfahrung 3.700 € 4.300 € 5.000 € 51.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.700 € 5.500 € 6.600 € 66.000 €

Gerundete Orientierungswerte. Die Anzeigen dieses Portals enthalten keine Gehaltsangaben, weil die Datenquelle keine solche Spalte führt. Den größten Unterschied macht die Seite, auf der Sie arbeiten: Agenturen zahlen im Einstieg meist weniger als Industrieunternehmen, eröffnen aber schneller Verantwortung. Dazu kommen Branche, Unternehmensgröße, Region und Tarifbindung – ein tarifgebundener Konzern und eine kleine Agentur liegen bei gleicher Aufgabe deutlich auseinander. Fragen Sie im Gespräch nach variablen Anteilen und danach, woran sie gemessen werden.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Marketing Manager?

Er verantwortet einen Ausschnitt der Vermarktung: ein Produkt, eine Zielgruppe, einen Kanal, eine Region. Der Alltag besteht aus drei Teilen, die ineinandergreifen. Geplant werden Kampagnen mit Ziel, Zeitraum, Budget und Kanalmix. Abgestimmt wird mit Vertrieb, Produktmanagement, Einkauf und Rechtsabteilung sowie mit externen Dienstleistern – Agenturen, Druckereien, Fotografen, freien Textern. Ausgewertet wird hinterher, was die Maßnahme gekostet und was sie gebracht hat.

Dazwischen liegt die Arbeit, die in keiner Anzeige steht: Entwürfe gegenlesen, Freigaben einholen, Termine verschieben, Zahlen aus vier Systemen in eine Tabelle bringen und im Wochenbericht erklären, warum eine Kennzahl gefallen ist. Wer sich unter der Stelle vor allem das Erfinden von Ideen vorstellt, unterschätzt den Koordinationsanteil erheblich.

Wie wird man Marketing Manager?

Es gibt keinen geschützten Titel und keine Zugangsprüfung. Das unterscheidet dieses Feld von den Heilberufen und vom Handwerk und ist der entscheidende Punkt: Kein Abschluss öffnet die Tür, wohl aber eine Mappe mit Arbeiten, die Sie selbst verantwortet haben.

Drei Wege sind üblich. Die duale Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Marketingkommunikation dauert drei Jahre und endet mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Das Studium führt über Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing, über Kommunikationswissenschaft oder Medienmanagement, oft als dualer Studiengang mit einem Unternehmen im Rücken. Der dritte Weg ist der Quereinstieg, und er ist hier die Regel: aus dem Vertrieb, aus dem Journalismus, aus der Gestaltung, aus einer Fachrolle im eigenen Produkt.

Die Weggabelung, die länger wirkt als jeder Abschluss, ist die zwischen Agentur und Unternehmensseite. In der Agentur arbeiten Sie an vielen Marken gleichzeitig, lernen schnell und rechnen Ihre Zeit auf Kunden ab. Im Unternehmen arbeiten Sie an einer Marke, entscheiden mit über Budgets und tragen die Folgen länger.

Was der Beruf verlangt

Sorgfalt in Abstimmungen und die Bereitschaft, Ergebnisse messen zu lassen. Wer keine Zahl nennen kann, muss erklären können, warum nicht. Dazu gehört die Fähigkeit, eine Entscheidung auch dann zu vertreten, wenn sie gegen den eigenen Vorschlag ausgefallen ist.

Unangenehm ist dreierlei. Erstens der Termindruck vor Messen, Produktstarts und Jahresabschlüssen. Zweitens die Abhängigkeit von Zulieferungen, die zu spät kommen, während der Abgabetermin bleibt. Drittens die Zugriffe von außen: Marketingbudgets werden gekürzt, bevor Produktion oder Vertrieb gekürzt werden, und das trifft zuerst befristete Stellen und Projektverträge.

Aussichten

Die Nachfrage ist breit, weil fast jede Branche Marketing betreibt – Industrie, Handel, Software, Bildung, öffentliche Einrichtungen. Entwicklungswege führen in die Spezialisierung, etwa in Performance, Marke oder Produktmarketing, oder in die Führung eines Teams. Wer wechseln will, wechselt in diesem Feld häufiger das Unternehmen als die Rolle: Gehalt und Verantwortung wachsen hier traditionell eher beim Wechsel als im Haus. Eine Ausnahme sind tarifgebundene Häuser, in denen der Aufstieg an Stellen und nicht an Verhandlungen hängt.

Aufgaben

  • Kampagnen planen, briefen und über alle Kanäle steuern
  • Budgets aufteilen, freigeben lassen und nachhalten
  • Agenturen und freie Dienstleister beauftragen und führen
  • Texte, Gestaltung und Anzeigen abnehmen und freigeben
  • Messen, Produktstarts und Aktionen organisieren
  • Kennzahlen auswerten und Ergebnisse berichten
  • Mit Vertrieb, Produktmanagement und Recht abstimmen
  • Wettbewerb, Zielgruppen und Kanäle beobachten

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung, Studium oder belegbare Praxis im Feld
  • Arbeitsproben, die zeigen, was Sie selbst verantwortet haben
  • Sicherer Umgang mit Zahlen, Tabellen und Auswertungen
  • Textsicheres Deutsch, in vielen Häusern auch Englisch
  • Organisationsvermögen bei mehreren parallelen Vorhaben
  • Bereitschaft, Entscheidungen gegenüber Dritten zu vertreten

Wo man arbeitet

  • Marketingabteilungen in Industrie, Handel und Dienstleistung
  • Werbe-, Digital- und Mediaagenturen
  • Software- und Technologieunternehmen
  • Verbände, Hochschulen und öffentliche Einrichtungen
  • Handelsketten, Filialsysteme und E-Commerce-Anbieter

Der Weg in den Beruf

Der kürzeste geregelte Weg ist die duale Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Marketingkommunikation: drei Jahre im Betrieb und in der Berufsschule, Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Häufiger führt ein Bachelorstudium hinein, meist Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing, Kommunikationswissenschaft oder Medienmanagement, oft dual mit einem Partnerunternehmen. Weil die Berufsbezeichnung nicht geschützt ist, zählt daneben der Quereinstieg über Praktika, Werkstudententätigkeit und eigene Arbeitsproben. Er ist in diesem Beruf kein Sonderfall, sondern einer der beiden Hauptwege.

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