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Social Media, Content & Gestaltung

Social Media & Community

Social Media Manager betreuen die Kanäle eines Hauses: planen, produzieren, veröffentlichen, antworten. Der unbequeme Teil ist die Erwartung, auch abends erreichbar zu sein.

52 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Social Media & Community verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.700 € 3.100 € 3.500 € 37.200 €
Mit Berufserfahrung 3.400 € 3.900 € 4.500 € 46.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.200 € 4.900 € 5.800 € 58.800 €

Gerundete Orientierungswerte. Die Anzeigen dieses Portals führen keine Gehaltsangaben, weil die Datenquelle keine solche Spalte hat. Die Rolle wird häufig als Einstiegsstelle ausgeschrieben und entsprechend eingruppiert; deutlich mehr zahlen Häuser, in denen Social Media auch das Werbebudget verantwortet. Dazu wirken Agentur oder Unternehmensseite, Branche, Region und Berufserfahrung. Prüfen Sie vor der Zusage, ob Erreichbarkeit am Abend und am Wochenende erwartet wird und ob sie vergütet oder ausgeglichen wird.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Social Media Manager?

Er führt die Kanäle eines Unternehmens oder einer Marke. Der Alltag hat vier Teile. Erstens die Planung: ein Redaktionsplan, der Anlässe, Produkte, Kampagnen und Feiertage zusammenbringt. Zweitens die Produktion: Texte schreiben, Bilder und kurze Videos erstellen oder beauftragen, Untertitel setzen, Formate für jeden Kanal anpassen. Drittens die Veröffentlichung und die Werbung dahinter: Beiträge einplanen, Anzeigen aufsetzen, Budgets verteilen. Viertens das Community Management: Kommentare und Nachrichten beantworten, Beschwerden weiterleiten, Beleidigungen moderieren.

Dazu kommt das Messen. Reichweite, Interaktionen, Klicks, Abonnenten, Kosten je Ergebnis – und die regelmäßige Aufgabe, aus diesen Zahlen einen Bericht zu machen, den auch eine Geschäftsführung liest.

Wie wird man Social Media Manager?

Ohne geschützten Titel und ohne vorgeschriebenen Abschluss. Das ist der Grund, warum dieses Feld so viele Seiteneinsteiger hat und warum eine Bewerbung hier anders funktioniert: Es zählt, welche Kanäle Sie tatsächlich betreut haben, was daraus geworden ist und ob Sie erklären können, warum.

Die häufigsten Wege sind ein Studium der Kommunikations-, Medien- oder Wirtschaftswissenschaft, die Ausbildung zum Kaufmann für Marketingkommunikation oder zum Mediengestalter Digital und Print – und sehr oft eine Werkstudententätigkeit oder ein Praktikum, aus dem eine feste Stelle wird.

Zertifikate spielen eine Rolle, aber eine kleinere, als ihre Anbieter nahelegen. Meta Blueprint, die Google-Zertifizierungen und die Kurse von HubSpot sind Anbieterzertifikate: kostenlos oder günstig, in Stunden zu erwerben, regelmäßig zu erneuern und kein Abschluss. Sie belegen, dass Sie ein Werbekonto bedienen können. Sie ersetzen keine Arbeitsprobe.

Was der Beruf verlangt

Tempo, Sprachgefühl und ein dickes Fell. Die Arbeit ist öffentlich, Fehler sind sofort sichtbar, und ein Teil der Rückmeldungen ist unsachlich.

Der unangenehmste Punkt ist die Erreichbarkeit. Kanäle laufen abends, am Wochenende und in den Ferien weiter, und in vielen Häusern gibt es keine geregelte Vertretung. Wer die Stelle annimmt, sollte vorher klären, wer außerhalb der Arbeitszeit antwortet und was als Notfall gilt. Dazu kommt die Kennzeichnungspflicht: Werbung muss als Werbung erkennbar sein, auch in Kooperationen mit Influencern, und die Verantwortung dafür landet regelmäßig auf diesem Schreibtisch.

Aussichten

Die Rolle ist inzwischen in fast jeder Branche ausgeschrieben, auch in Handwerk, Pflege und öffentlicher Verwaltung, wo sie oft mit der Personalgewinnung verbunden ist. Entwicklungswege führen in die Content-Strategie, in das Performance Marketing oder in die Leitung eines Kommunikations- oder Marketingteams.

Zwei Einschränkungen gehören dazu. Erstens werden viele dieser Stellen als Werkstudenten-, Praktikums- oder Projektstellen ausgeschrieben und sind damit befristet. Zweitens ändern die Plattformen ihre Regeln und ihre Reichweitenverteilung ohne Vorankündigung; ein Kanal, der heute trägt, kann in einem Jahr wenig bringen. Wer in diesem Beruf bleiben will, muss bereit sein, Gelerntes regelmäßig zu ersetzen, und sollte darauf achten, dass die Reichweite nicht am eigenen Namen hängt, sondern am Kanal des Arbeitgebers.

Aufgaben

  • Redaktionsplan für alle Kanäle aufstellen und pflegen
  • Beiträge texten, gestalten oder in Auftrag geben
  • Kurzvideos planen, drehen lassen und schneiden
  • Kommentare und Nachrichten beantworten und moderieren
  • Anzeigen aufsetzen, Budgets verteilen und beobachten
  • Kooperationen mit Influencern vorbereiten und begleiten
  • Kennzahlen auswerten und regelmäßig berichten
  • Kennzeichnung und Bildrechte vor der Veröffentlichung prüfen

Voraussetzungen

  • Belegbare Praxis mit mindestens einem betreuten Kanal
  • Sehr gutes, kanalgerechtes schriftliches Deutsch
  • Grundkenntnisse in Bild- und Videobearbeitung
  • Sicherer Umgang mit Werbekonten und Auswertungen
  • Kenntnis der Kennzeichnungspflicht für Werbung
  • Gelassenheit im Umgang mit öffentlicher Kritik

Wo man arbeitet

  • Marketing- und Kommunikationsabteilungen aller Branchen
  • Social-Media-, Digital- und Werbeagenturen
  • Handel, E-Commerce und Konsumgüterhersteller
  • Hochschulen, Kliniken, Verbände und Kommunen
  • Medienhäuser, Verlage und Rundfunkanstalten

Der Weg in den Beruf

Einen eigenen Ausbildungsberuf gibt es für diese Rolle nicht. Wer geregelt einsteigen will, wählt die dreijährige duale Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Marketingkommunikation oder zum Mediengestalter Digital und Print, beide mit Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Ebenso verbreitet sind ein Bachelorstudium der Kommunikations-, Medien- oder Wirtschaftswissenschaft und der Quereinstieg über Praktikum, Werkstudentenstelle und eigene Arbeitsproben. Anbieterzertifikate von Meta, Google oder HubSpot ergänzen diese Wege, ersetzen aber keinen von ihnen.

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