Digital- & Performance-Marketing
Online- & Digitalmarketing
Online- und Digitalmarketing betreut die eigenen digitalen Kanäle: Website, Newsletter, Shop. Der Unterschied zum Performance Marketing ist der eingekaufte Reichweitenanteil.
30 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Online- & Digitalmarketing verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.800 € | 3.200 € | 3.700 € | 38.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.600 € | 4.200 € | 4.800 € | 50.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.500 € | 5.300 € | 6.300 € | 63.600 € |
Gerundete Orientierungswerte. Die Anzeigen dieses Portals führen keine Gehaltsangaben, weil die Datenquelle keine solche Spalte hat. Die Spanne ist breit, weil derselbe Titel sehr unterschiedliche Zuschnitte trägt: von der reinen Seitenpflege bis zur Verantwortung für das gesamte Onlinegeschäft eines Hauses. Dazu wirken Agentur oder Unternehmensseite, Branche, Unternehmensgröße, Region, Tarifbindung und Berufserfahrung. Häuser mit eigenem Onlineshop zahlen in der Regel besser als solche ohne eigenes Direktgeschäft.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Online Marketing Manager?
Er verantwortet die eigenen digitalen Kanäle eines Hauses. Dazu gehören die Website mit ihren Inhalten und Wegen, der Newsletter, oft der Onlineshop und die Verbindungen dazwischen. Der Alltag besteht aus Betreuen, Verbessern und Messen: Seiten anlegen, ordnen und pflegen, Wege zur Anfrage oder zum Kauf verkürzen, Formulare vereinfachen, Ladezeiten im Auge behalten, Kampagnenseiten aufsetzen, den Versand von Newslettern planen.
Dazu kommt die Auswertung. Woher kommen die Besucher, wo brechen sie ab, welche Seite bringt Anfragen und welche nur Aufrufe. Aus diesen Zahlen entstehen Vorschläge, und die müssen gegenüber Entwicklung, Redaktion und Vertrieb begründet und in eine Reihenfolge gebracht werden, die zum verfügbaren Aufwand passt.
Die Rolle ist breiter zugeschnitten als die Suchmaschinen- und Werbedisziplin daneben. Wo jene Reichweite einkauft und den Erfolg jeder Anzeige gegen ihre Kosten rechnet, arbeitet das Online-Marketing an dem, was das Haus selbst besitzt.
Wie wird man Online Marketing Manager?
Über Marketing mit technischer Neigung. Verbreitet sind Studiengänge der Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing, des Medien- und Kommunikationsmanagements oder der Wirtschaftsinformatik; ebenso möglich sind die dreijährigen Ausbildungen zum Kaufmann für Marketingkommunikation oder für E-Commerce, jeweils mit Kammerprüfung.
Geschützt ist die Bezeichnung nicht, und der Quereinstieg ist häufig – aus der Redaktion, aus dem Handel, aus der Webentwicklung. Anbieterzertifikate von Google, Meta oder HubSpot tauchen in Anzeigen regelmäßig auf. Sie sind in wenigen Stunden zu erwerben, müssen erneuert werden und belegen die Bedienung eines Werkzeugs; ein Abschluss sind sie nicht, und sie ersetzen keine Arbeitsprobe.
Was der Beruf verlangt
Überblick über viele kleine Baustellen und die Geduld, sie nacheinander zu schließen. Dazu die Fähigkeit, mit Entwicklern zu sprechen, ohne selbst zu entwickeln, und Anforderungen so aufzuschreiben, dass sie umsetzbar sind.
Unangenehm ist die Abhängigkeit von fremden Zeitplänen: Fast jede Verbesserung an Website oder Shop braucht Entwicklungszeit, und die ist andernorts verplant. Dazu kommt die Breite der Rolle. In kleineren Häusern liegt alles Digitale auf diesem Schreibtisch, einschließlich Datenschutzfragen, Einwilligungsbannern und der Kennzeichnung von Werbung.
Aussichten
Die Nachfrage ist breit, weil jedes Haus mit Direktgeschäft diese Aufgabe hat. Entwicklungswege führen in die Spezialisierung, etwa in Performance oder CRM, in den E-Commerce oder in die Marketingleitung. Wer Zahlen und Technik verbindet, hat in diesem Feld die stabilste Stellung.
Eine Einschränkung gehört dazu. Der Titel ist in Stellenanzeigen so verbreitet, dass er wenig aussagt: Er steht über Stellen, die eine Website pflegen, und über solchen, die ein ganzes Onlinegeschäft verantworten. Lesen Sie deshalb weniger den Titel als die Aufzählung der Aufgaben darunter, und fragen Sie im Gespräch, welche Entscheidungen Sie allein treffen dürfen und welche Sie beantragen müssen. Der Unterschied entscheidet darüber, was Sie in den nächsten Jahren lernen.
Aufgaben
- Website und Kampagnenseiten anlegen und pflegen
- Wege zur Anfrage oder zum Kauf verbessern
- Newsletter planen, erstellen und versenden
- Shopinhalte und Produktdaten betreuen
- Besucherzahlen und Abbrüche auswerten
- Tests aufsetzen und Ergebnisse bewerten
- Mit Entwicklung, Redaktion und Vertrieb abstimmen
- Einwilligungen und Kennzeichnungen sicherstellen
Voraussetzungen
- Kaufmännische Ausbildung oder Studium mit Marketingbezug
- Sicherer Umgang mit Redaktions- oder Shopsystemen
- Erfahrung mit Auswertungswerkzeugen
- Technisches Grundverständnis für Websites
- Kenntnis der Regeln zu Einwilligung und Werbekennzeichnung
- Englisch für Werkzeuge und Dokumentation
Wo man arbeitet
- Onlinehandel und Versandunternehmen
- Software- und Technologieunternehmen
- Marketingabteilungen in Industrie und Dienstleistung
- Digital- und Onlineagenturen
- Verlage, Fachportale und Bildungsanbieter
Der Weg in den Beruf
Ein eigener Ausbildungsberuf für diese Rolle besteht nicht. Geregelte Wege sind die dreijährigen dualen Ausbildungen zum Kaufmann für Marketingkommunikation oder für E-Commerce mit Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer sowie ein Bachelorstudium der Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing, des Medienmanagements oder der Wirtschaftsinformatik. Ebenso verbreitet ist der Quereinstieg aus der Redaktion, aus dem Handel oder aus der Webentwicklung. Anbieterzertifikate von Google, Meta oder HubSpot ergänzen diese Wege, ersetzen aber keinen Abschluss.
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