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Studium & Berufseinstieg

Studium & Berufseinstieg

Der Einstieg in Marketing und Kommunikation läuft über Ausbildung, duales Studium, Praktikum, Werkstudentenstelle oder Volontariat – fast immer befristet und selten gut bezahlt.

134 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Studium & Berufseinstieg verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.900 € 3.300 € 34.800 €
Mit Berufserfahrung 3.100 € 3.600 € 4.100 € 43.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.800 € 4.400 € 5.200 € 52.800 €

Gerundete Orientierungswerte für die erste Vollzeitstelle nach dem Einstieg. Die Anzeigen dieses Portals enthalten keine Gehaltsangaben, weil die Datenquelle keine solche Spalte führt. Ausbildungsvergütung, Praktikumsentgelt, Werkstudentenlohn und Volontariat liegen erheblich darunter und sind zudem an eine Teilzeit gebunden. Entscheidend sind danach die Seite, auf der Sie arbeiten – Agentur oder Unternehmen –, dazu Branche, Unternehmensgröße, Region und die Frage, ob die Stelle übernommen wird oder befristet bleibt.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht man am Anfang?

Zuarbeiten, und zwar in der ganzen Breite des Feldes. Beiträge für die Kanäle vorbereiten, Texte erfassen und korrigieren, Bilder aufbereiten, Zahlen aus Auswertungswerkzeugen zusammentragen, Verteiler pflegen, Messen und Veranstaltungen vorbereiten, Wettbewerber beobachten, Protokolle schreiben. Wer Glück hat, bekommt früh ein eigenes kleines Vorhaben; wer weniger Glück hat, bleibt lange bei der Zuarbeit.

Das ist kein Mangel des Einstiegs, sondern seine Bedingung. In einem Feld ohne geschützte Berufsbezeichnung entscheidet später nicht der Abschluss, sondern was Sie vorweisen können. Jede Aufgabe, die Sie allein zu Ende bringen und deren Ergebnis Sie zeigen dürfen, ist deshalb mehr wert als ein zusätzliches Semester.

Wie steigt man ein?

Über fünf Wege, die sich in Dauer, Vergütung und Abschluss deutlich unterscheiden.

Die duale Ausbildung dauert drei Jahre und endet mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer. In Frage kommen der Kaufmann oder die Kauffrau für Marketingkommunikation, der Mediengestalter Digital und Print und der Kaufmann für Dialogmarketing. Das duale Studium verbindet Bachelor und Betrieb, dauert meist drei bis dreieinhalb Jahre und ist an einen Vertrag mit einem Unternehmen gebunden. Das Vollzeitstudium führt über Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing, Kommunikationswissenschaft oder Medienmanagement. Das Volontariat ist der Einstieg in die Kommunikation, üblicherweise ein bis zwei Jahre, befristet und ohne Prüfung. Und schließlich Praktikum und Werkstudentenstelle, die begleitend zum Studium laufen.

Dieser letzte Punkt verdient Offenheit: Ein sehr großer Teil der hier ausgeschriebenen Einstiegsstellen sind Werkstudenten-, Praktikums- und duale Stellen. Das ist praktisch für Studierende und unbequem für alle anderen, denn es bedeutet, dass der reguläre Berufseinstieg in diesem Feld oft über eine befristete Teilzeitstelle läuft.

Was der Einstieg verlangt

Eigene Arbeitsproben, und zwar früh. Ein betreuter Kanal, ein Blog, eine Vereinszeitung, ein Projekt aus dem Studium mit Zahlen dazu – das überzeugt mehr als jede Note.

Unangenehm sind drei Dinge. Die Bezahlung liegt niedrig, besonders im Volontariat und in der Ausbildung – und beim Praktikum kann sie ganz ausfallen: Das Mindestlohngesetz nimmt Praktika, die eine Studien- oder Prüfungsordnung verpflichtend vorschreibt, ausdrücklich von seinem Anspruch aus, und ein erkennbarer Teil der Anzeigen in diesem Bestand nennt genau das im Titel. Wo nichts zur Vergütung steht, fragen Sie vor der Zusage. Die Verträge sind befristet, und eine Übernahme ist nirgends zugesagt. Und die Konkurrenz ist groß, weil dieses Feld auch für Quereinsteiger offensteht.

Aussichten

Wer den Einstieg schafft, steht danach breit da: Marketing, Social Media, Content, Performance, Presse oder Unternehmenskommunikation stehen offen. Wichtig ist die Frage der Übernahme – klären Sie früh, ob es sie gibt und woran sie hängt.

Zur Ehrlichkeit gehört ein zweiter Hinweis. Weil es in diesem Feld keine geschützte Berufsbezeichnung gibt, konkurrieren Sie nicht nur mit anderen Absolventen, sondern auch mit Quereinsteigern aus dem Vertrieb, dem Journalismus oder der Gestaltung, die Berufserfahrung mitbringen. Der Ausgleich dafür ist nicht mehr Theorie, sondern eine Sammlung von Arbeiten, an denen sich Ihr Anteil erkennen lässt. Legen Sie diese Sammlung vom ersten Praktikum an an, und lassen Sie sich schriftlich bestätigen, was Sie zeigen dürfen.

Aufgaben

  • Beiträge und Anzeigen vorbereiten und einplanen
  • Texte erfassen, korrigieren und einpflegen
  • Bild- und Videomaterial aufbereiten
  • Auswertungen zusammentragen und Berichte vorbereiten
  • Verteiler, Adressen und Ablagen pflegen
  • Messen, Veranstaltungen und Termine vorbereiten
  • Wettbewerb und Marktumfeld beobachten
  • Kleine eigene Vorhaben übernehmen und abschließen

Voraussetzungen

  • Schulabschluss, Studienplatz oder laufendes Studium
  • Sicheres schriftliches Deutsch, häufig auch Englisch
  • Erste eigene Arbeitsproben, auch aus dem Ehrenamt
  • Bereitschaft zu befristeter Beschäftigung
  • Sorgfalt bei wiederkehrenden Aufgaben
  • Interesse an Zahlen ebenso wie an Sprache

Wo man arbeitet

  • Werbe-, Digital- und Kommunikationsagenturen
  • Marketingabteilungen von Industrie und Handel
  • Software- und Technologieunternehmen
  • Hochschulen, Verbände und öffentliche Einrichtungen
  • Medienhäuser, Verlage und Fachportale

Der Weg in den Beruf

Geregelt sind nur die dualen Ausbildungen: Kaufmann oder Kauffrau für Marketingkommunikation, Mediengestalter Digital und Print sowie Kaufmann für Dialogmarketing, jeweils drei Jahre mit Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Daneben stehen das duale Studium mit Ausbildungsvertrag, das Vollzeitstudium in Betriebswirtschaft, Kommunikationswissenschaft oder Medienmanagement und das ein- bis zweijährige Volontariat. Praktikum und Werkstudentenstelle sind keine Abschlüsse und keine Ausbildung, in diesem Feld aber der häufigste tatsächliche Einstieg in eine feste Stelle. Ein Hinweis zum Geld: Pflichtpraktika, die eine Studien- oder Prüfungsordnung vorschreibt, nimmt das Mindestlohngesetz ausdrücklich von seinem Anspruch aus.

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